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	<title>Window In The Skies &#187; master warning</title>
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	<description>Mit einem SWISS Airbuspiloten unterwegs</description>
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		<title>Erdbeben</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Sep 2011 18:21:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>G!</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mein letzter Flug nach Tokyo Narita (NRT/RJAA) war anfangs Februar und damit vor dem Super-GAU im etwas mehr als 200 km nördlich gelegenen Fukushima. Erdbeben waren natürlich schon damals ein aktuelles Thema. Bei meinem damaligen Besuch war offenbar in unserem Hotel in der Flughafenstadt Narita ein leichtes Beben zu spüren, von dem ich allerdings nichts [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<a href="http://www.airbuspilot.ch/wp-content/uploads/62earthquake.png"><br />
</a>Mein letzter Flug nach Tokyo Narita (NRT/RJAA) war anfangs Februar und damit vor dem Super-GAU im etwas mehr als 200 km nördlich gelegenen Fukushima. Erdbeben waren natürlich schon damals ein aktuelles Thema. Bei meinem damaligen Besuch war offenbar in unserem Hotel in der Flughafenstadt Narita ein leichtes Beben zu spüren, von dem ich allerdings nichts merkte, weil ich zu diesem Zeitpunkt im rund 60 Kilometer entfernten Tokyo war.</p>
<p>Zum Abschluss des Septemberplans stand nun wieder Tokyo auf dem Einsatzplan. Zum ersten Mal &#8220;nach Fukushima&#8221;. Wie ich <a href="http://www.airbuspilot.ch/2011/03/15/riskmanagement/" target="_blank">in diesem Beitrag erwähnt habe</a>, lohnt sich vor dem Besuch in Risikogebieten ein Blick in die Empfehlungen unserer Sicherheitsabteilung und damit in Tokyo für das Verhalten bei Erdbeben. Das tat ich denn auch, allerding in der Hoffnung, das Gelesene nicht anwenden zu müssen. Nach dem Bezug des Zimmers folgt der übliche Blick auf die Evakuierungswege (wenn man sie braucht, ist es zu spät) und die Lage der Notausgänge. Die Erlebnisberichte meiner Kollegen, die während &#8220;dem&#8221; Erdbeben hier waren im Hinterkopf, schaue ich die Fluchtwegtafel genauer als sonst an und überlege, was ich im Falle eines Falles denn nun machen würde. Eine Taschenlampe steht im Zimmer auch zur Verfügung, dennoch lege ich meine eigene auf den Nachttisch. Dort liegt auch das Notfallblatt des Hotels, das von einem Waschmittelwerbetexter geschrieben worden sein könnte (und sicher in jedem Hotel so lautet&#8230;):</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.airbuspilot.ch/wp-content/uploads/earthquakeinstruction.png.png" target="_blank"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2384" title="earthquakeinstruction.png" src="http://www.airbuspilot.ch/wp-content/uploads/earthquakeinstruction.png-300x225.png" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Naja, wenn dem so ist &#8211; was ich mal glaube, weil ich es zum einen ja sowieso nicht ändern kann und zum andern, weil ich so besser schlafe &#8211; gehe ich zu Bett. Nach wenigen Minuten lesen lege ich meinen Amazon Kindle aufs Nachttisch und schlafe ein. In der Schweiz ist es inzwischen 0230 Uhr nachts, hier 0930 Uhr morgens, ein elfstündiger Flug liegt hinter mir.</p>
<p>Irgendwann spüre ich im Schlaf das Bett wackeln. Es ist ein ruhiges, horizontales, eigentlich angenehmes Rütteln. Vergleichbar mit einem Massagebett. Von den Airbus 340 Flügen mit Turbulenzen bin ich mich gewohnt, in einem rüttelnden &#8220;Bett&#8221; zu liegen. Aber eben, ich liege ja nicht im Crewbunk auf 37000 Fuss Höhe. So weckt mich das konstante Wackeln langsam aber sicher aus meinem komatösen Tiefschlaf. Kurz bevor ich wirklich wach bin, schiesst mir der Gedanke durch den Kopf, dass jemand in meinem Zimmer ist und an meinem Bett rüttelt. Der Gedanke weckt mich richtig auf. Als mein Hirn anfängt zu laufen, wird mir klar, dass in Narita bin. Das tönt logisch und einfacher als es ist, aber wer ständig in der Welt rumfliegt und immer zu unregelmässigen Zeiten in Blöcken (vor- und nach-)schläft, muss sich beim Aufwachen zunächst orientieren, wo er ist und welche Zeit ist. Dann verlinkt mein Hirn die Informationen: Narita + Bett wackeln = Erdbeben. Ich sitze auf die Bettkante und blicke auf die Uhr, die genau 1700 Uhr anzeigt. Jetzt wird mir klar, dass es ein Ernstfall ist, denn nicht nur das Bett, sondern alles wackelt und rüttelt. Der Boden in meinem Zimmer, das im achten Stock liegt wackelt. Die Kleiderbügel klimpern, weil sie in der Garderobe aneinanderschlagen. Das ganze Beton(!)gebäude knarzt wie ein altes Holzhaus. Das ist unheimlich. Ich stehe auf, gehe zum Schreibtisch und sitze darunter auf den Boden, wie es empfohlen wird, denn schliesslich weiss ich nicht, was noch kommt. Der Boden fühlt sich beim Laufen an, wie wenn der Teppich auf Wasser liegen würde, irgendwie schwammig. Das Schütteln und Wackeln kommt mir stark vor, aber ich habe ja keine Vergleichserlebnisse. Nach einer kurzer Zeit, die mir lange vorkommt, hört es auf. Was weiter geht, ist das Klimpern der Kleiderbügel, die weiterschwingen und das Knarzen des Gebäudes. Was für Kräfte müssen wirken, wenn ein massives, solides Gebäude so durchgeschüttelt wird?! Da keine Hoteldurchsage folgte, muss es wohl nicht so &#8220;schlimm&#8221; gewesen sein. Wenigstens nicht für die Einheimischen und das Gebäude. Ein Blick in den Flur und aus dem Fenster bestätigt dies, alles ruhig. Eigentlich hätte mein Wecker erst in 50 Minuten geklingelt, aber an schlafen ist nicht mehr zu denken. Ich logge mich ins Internet ein und starte auf meinem Galaxy Tab 10.1 die &#8220;Earhquake!&#8221;-App, die ich seit Fukushima installiert habe, um Informationen zum Erdbeben zu erhalten. Das Epizentum lag nur rund 100 Kilometer von Narita entfernt und es hatte eine Stärke von 6.2:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.airbuspilot.ch/wp-content/uploads/62earthquake.png" target="_blank"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2386" title="62earthquake" src="http://www.airbuspilot.ch/wp-content/uploads/62earthquake-300x176.png" alt="" width="300" height="176" /></a></p>
<p style="text-align: center;">Screenshot <a href="https://market.android.com/details?id=com.radioactiveyak.earthquake" target="_blank">&#8220;Earthquake!&#8221; für Android von Reto Meier<br />
</a>(Die Entfernungsangabe stimmt natürlich nicht, da das GPS ausgeschaltet war).</p>
<p>Als ich mich später mit den Kollegen treffe, ist das Erdbeben Thema Nummer eins. Offenbar hat es insgesamt rund eine Minute geschüttelt. Eine lange Minute. Eine Minute zuviel.</p>
<p>Am nächsten Tag liege ich nach dem Krafttraining auf meinem Bett, als es wieder anfängt zu wackeln. Zuerst ganz subtil, dann zunehmend spürbarer, aber keineswegs so stark wie am Vortag. Nicht schon wieder, denke ich. Aber noch bevor ich aufstehen kann, ist <del>der Spuk</del> das Wackeln wieder vorbei. Die Kleiderbügel schwingen diesmal nur ganz leicht, das Gebäude knarzt gar nicht. Immerhin. Diesmal war es &#8220;nur&#8221; ein 4.6er Beben, dafür näher an Narita (siehe Screenshot oben).</p>
<p>Aller (nicht) guten Dinge sind drei. Als ich vor unserem dem Flug, der NRT morgens um 1020 Uhr verlässt, mehr schlecht als recht vorschlafe (in der Schweiz ist es 1700 Uhr, als ich in Bett gehe, also nicht wirklich Zeit zum Schlafen), spüre ich wieder ein schwaches Schwanken des Bettes. Da es sehr schwach ist, weckt es mich nicht richtig auf und beim Aufwachen bin ich mir nicht sicher, ob ich es mir eingebildet habe oder ob es tatsächlich leicht gewackelt hat. Ein paar Klicks später die Bestätigung, ich spürte offensichtlich das <a href="http://earthquake.usgs.gov/earthquakes/recenteqsww/Quakes/usc0005vv7.php#details" target="_blank">6.6er Erdbeben im Norden</a>, wo es <a href="http://earthquake.usgs.gov/earthquakes/recenteqsww/Maps/region/Asia_eqs.php" target="_blank">innerhalb von 24 Stunden über 10 Erdbeben gegeben hat, davon zwei über 6.0</a>!</p>
<p>Um 1034 Uhr Lokalzeit hebt unser 265 Tonner schwerer Airbus 340 von der Piste 16R in Tokyo Narita ab und wenig später lege ich mich im Crewbunk zum Schlafen hin. Mein &#8220;Bett&#8221; schüttelt mich leicht in einen tiefen Schlaf. <em>Dieses</em> Rütteln mag ich. Während ich nochmal an die erlebten Erdbeben denke, schlafe ich ein&#8230;</p>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Get wet in Miami (Reserve Teil 2)</title>
		<link>http://www.airbuspilot.ch/2011/07/22/get-wet-in-miami-reserve-teil-2/</link>
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		<pubDate>Fri, 22 Jul 2011 18:19:52 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Mein erster Reservemonat (ja richtig gelesen: Monat) ist in vollem Gange. Der erste Einsatz, natürlich am ersten Tag, war eine positive Überraschung. Nach zwei kurzen Freitagen war am Vorabend des nächsten Reserveblockes meine Anspannung natürlich gross, da die Chance ebenfalls gross war, dass es schlechter kommen würde. Darum ab ins weltweite Netz bzw. auf unsere [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Mein erster Reservemonat (ja richtig gelesen: <a href="http://www.airbuspilot.ch/2011/07/03/reserveelement/" target="_blank">Monat</a>) ist in vollem Gange. Der erste Einsatz, natürlich am ersten Tag, war eine <a href="http://www.airbuspilot.ch/2011/07/11/reserve-teil-1/" target="_blank">positive Überraschung</a>. Nach zwei kurzen Freitagen war am Vorabend des nächsten Reserveblockes meine Anspannung natürlich gross, da die Chance ebenfalls gross war, dass es schlechter kommen würde. Darum ab ins weltweite Netz bzw. auf unsere Swiss-Crewseite. Siehe da, ein bzw. zwei Einsätze: zuerst einen Tag Stby und am nächsten Tag nach Miami. Für mich Grund zur Freude, wenn da nicht zwei Gründe dagegen sprächen:</p>
<p>1. die Chance, an einem Langstrecken-Standbytag <em>keinen </em>Einsatz zu bekommen, ist sehr gering;<br />
2. wenn es zu einem Einsatz kommt, ist die Chance, einen Eintageseinsatz zu bekommen, damit der Miami auch geflogen werden kann, noch kleiner als die Chance im ersten Fall.</p>
<p>Daher alles flexibel gepackt, damit ich bei einem Telefonanruf in alle Himmelsrichtungen fliegen kann, gleichzeitig aber hoffen, dass keiner meiner Kollegen ausfällt und alle Flüge einen Copi haben, damit ich nach MIA kann. Dieses Mal konnte ich ausschlafen und das Telefon blieb sogar den ganzen Tag still! Grund genug, die Badehose für MIA einzupacken und mich auf einen weiteren &#8220;Wunschflug&#8221; zu freuen. Bisher läuft die Reserve optimal&#8230;</p>
<p>Miami ist (zusammen mit Chicago/ORD) der längste Flug in unserem Streckennetz, den wir mit zwei Piloten fliegen. Mit <a href="http://www.airbuspilot.ch/2008/06/18/die-zeiten-unseres-lebens/" target="_blank">Flugzeiten</a> um die zehn Stunden auf dem Hinflug und gegen neun Stunden auf dem Rückflug ist der Flug sehr anstrengend. Neun Stunden mögen nicht nach viel tönen, sind es aber, wenn das Flugzeug für den Rückflug kurz vor 02 Uhr (Nachts) Schweizer Lokalzeit in Miami startet. Wer um diese Zeit anfängt zu arbeiten, hat lange neun Stunden vor sich!</p>
<p>Dazu kommt, dass derzeit in Miami &#8220;Hurrican Season&#8221; herrscht. Wer schon einmal während dieser Zeit in Florida und/oder der Karibik war weiss, was das heissen kann. Die dortigen Gewitter und Stürme sind nicht unseren zu vergleichen. So hatte jeder für uns in Frage kommende Flughafen in Florida während unserer Landezeit &#8220;VCTS&#8221; oder zumindest &#8220;VCSH&#8221; vorausgesagt. Das bedeutet ausge&#8221;deutscht&#8221;: Thunderstorm bzw. showers in the vicinity (of the airport). Also Gewitter oder Schauer in der <em>Umgebung</em> des Flughafens. Nun ja, nicht weiter schlimm, wenn es nur in der Umgebung sein wird. Eine legale Planung ist daher relativ einfach und schnell gemacht. Aber der aufmerksame Leser hat es bereits gemerkt: wenn jeder (ja, wirklich jeder!) Flughafen in seiner Umgebung Gewitter oder Schauer hat, dann hat es letzten Endes wohl überall!?!? Und weil Juristen (in den meisten Fällen <img src='http://www.airbuspilot.ch/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> ) keine Piloten sind, begnügen wir uns nicht mit dem legalen Minimum, denn unter solchen Umständen gibt es &#8211; wie nff auch gerade <a href="http://www.flugschreiber.ch/2011/07/von-hinten.html" target="_blank">geschrieben</a> hat &#8211; nur einen Grundsatz: &#8220;Fuel is your best friend&#8221;. Gesagt, getan.</p>
<p>Als wir aus der Region Nassau kommend unsere A340-Nase gegen Miami drehen, zeigt sich denn auch, dass unsere Entscheidung richtig war. Eine massive Gewitterfront hat sich im Westen Miamis in Stellung gebracht und den Marsch nach Miami angetreten.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.airbuspilot.ch/wp-content/uploads/MIA_TS01.jpg" target="_blank"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2339" title="Gewitterfront westlich von Miami" src="http://www.airbuspilot.ch/wp-content/uploads/MIA_TS01-300x225.jpg" alt="Gewitterfront westlich von Miami" width="300" height="225" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Der Anblick auf dem Navigationsdisplay mit dem Wetterradar:</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.airbuspilot.ch/wp-content/uploads/MIA_TS02.jpg" target="_blank"><img class="size-medium wp-image-2340 aligncenter" title="MIA_TS02" src="http://www.airbuspilot.ch/wp-content/uploads/MIA_TS02-300x188.jpg" alt="" width="300" height="188" /></a></p>
<p style="text-align: center;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: left;">Die rot-gelb-grünen Flecken sind die Gewitter, die man im oberen Bild beim Blick aus dem Fenster erkennen kann. Die Distanz zwischen den gestrichelten Kreisen bzw. dem gestrichelten und dem äussersten (Kompass-)Kreis beträgt jeweils 20NM, also ca 37km. Der Flughafen Miami (mit unserer Landepiste 09) befindet sich rechts der Mitte, unterhalb des Buchstabens &#8220;E&#8221; des Wegpunktes &#8220;LECIT&#8221;. Die Gewitter sind also nur noch ca 20NM von Miami und nur noch ca 10NM vom Anflugpunkt &#8220;GRITT&#8221;, entfernt. Die Front erstreckt sich über eine Breite von rund 75NM (knapp 140km!) und wird in Richtung des Flughafens getrieben. Wir hatten Glück, denn wir konnten direkt anfliegen und gewannen das Rennen gegen die Front. Am Boden haben wir darum mehr Treibstoff als erwartet. Wären die Gewitter bei unserer Ankunft über oder kurz vor dem Flughafen gestanden, hätte sich unsere unter den jetztigen Umständen komfortable Treibstoffreserve nur allzu schnell und wortwörtlich in &#8220;Luft&#8221; aufgelöst und wären froh gewesen, dass wir genug mitgenommen haben. Nächstes Mal stehen die Türme vielleicht über dem Platz und dann sind wir froh, wenn wir den besten Freund des Piloten wieder dabei haben&#8230;</p>
<p style="text-align: left;">&#8230; last but not least ein Eindruck davon, wie es am Boden in Miami aussah, nachdem sich ein Gewitter ausgetobt hatte (man beachte die Wasserlinie!):</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.airbuspilot.ch/wp-content/uploads/MIA_TS03.jpg" target="_blank"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2341" title="MIA_TS03" src="http://www.airbuspilot.ch/wp-content/uploads/MIA_TS03-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
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<li><a href='http://www.airbuspilot.ch/2011/07/11/reserve-teil-1/' rel='bookmark' title='Reserve Teil 1'>Reserve Teil 1</a></li>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Übergewicht Teil II (Operation)</title>
		<link>http://www.airbuspilot.ch/2011/04/03/ubergewicht-teil-ii-operation/</link>
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		<pubDate>Sun, 03 Apr 2011 10:52:26 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Im ersten Teil &#8220;Übergewicht Teil I (Technik)&#8221; habe ich die technischen Voraussetzungen besprochen. Nun möchte ich wie angekündigt, zwei operationelle Problembereiche näher betrachten. Zeitdruck Bei einem auftretenden Problem stellt sich zunächst immer die Frage nach der Zeit oder besser nach dem Zeitdruck. Geht es dem Passagier nur schlecht oder benötigt er umgehend ärztliche Betreuung, damit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Im ersten Teil &#8220;<a href="http://www.airbuspilot.ch/2011/03/19/ubergewicht-teil-i-technik/" target="_blank">Übergewicht Teil I (Technik)</a>&#8221; habe ich die technischen Voraussetzungen besprochen. Nun möchte ich wie angekündigt, zwei operationelle Problembereiche näher betrachten.</p>
<p><strong>Zeitdruck </strong></p>
<p>Bei einem auftretenden Problem stellt sich zunächst immer die Frage nach der Zeit oder besser nach dem Zeitdruck. Geht es  dem Passagier nur  schlecht oder benötigt er umgehend ärztliche  Betreuung, damit er nicht  stirbt? Handelt es sich um einen  &#8220;gewöhnlichen&#8221; Triebwerksausfall oder  brennt es? Konnte das Feuer  im Triebwerk gelöscht werden oder brennt es  noch? Verlieren wir Treibstoff? Geht von einem &#8220;unruly Passagier&#8221; noch Gefahr für andere Passagiere oder die Crew aus? Haben wir Rauch im  Cockpit? Haben wir zwar ein technisches  Problem, das den Weiterflug an  die Destination verunmöglicht, sonst  aber keine Gefahr für die  Sicherheit besteht? usw.</p>
<p>Ein Beispiel  für die letzte Frage wäre, wenn man auf dem Flug nach  JNB nach dem  Start die Flaps- und Slats (Start- und Landeklappen) nicht  einfahren  kann. Fliegerisch ist das kein Problem, das Flugzeug fliegt  bestens und  lässt sich problemlos steuern. Ein Weiterflug an die  Destination ist  aber technisch und operationell  (Treibstoffverbrauch)  ausgeschlossen. Fazit: Keine Gefahr für die  Sicherheit, keine Eile aber  eine Rückkehr. Darum stellt sich die Frage,  ob man mit einem <em> Overweight Landing Procedure</em> (sofort) zurück oder ob  man sich die Zeit  nehmen und Treibstoff ablassen soll. Ein  besonderes Procedure wie das <em>Overweight Landing Procedure</em>, das  für einen Notfall gedacht ist, hat immer auch  ein Restrisiko (z.B. heisse Bremsen, die zu einem Brand  führen könnten&#8230;). Darum ist man  vielleicht besser bedient, wenn man das  Landegewicht so weit wie möglich und sinnvoll reduziert. Schliesslich fliegt das Flugzeug und  es besteht keine Gefahr.</p>
<p>Ganz anders sieht die Beurteilung &#8220;Zeitdruck?&#8221; aus, wenn man einen Vogelschlag hat und infolge dessen ein Triebwerk verliert und möglicherweise noch mehr Triebwerke betroffen sein könnten bzw. sind oder wenn Feuer und/oder Rauch im Spiel sind. Dann besteht die Möglichkeit, dass das Flugzeug nicht mehr fliegbar bar wird und man muss möglichst schnell wieder landen.</p>
<p>Wenn man sich entschlossen hat (wann auch immer) wieder zu landen, wird die nächste Frage aktuell:</p>
<p><strong>Landedistanz</strong></p>
<p>Wie sieht es mit der Landedistanz  aus? Oder in der Langversion: Wie lang ist beim derzeitigen Gewicht mit den aktuellen Bedingungen  am beabsichtigten Landeort (Wetter, Pistenzustand, Höhe des Flughafens,  Windverhältnisse) die benötigte Landedistanz? Wieviel &#8220;Reserve&#8221;  macht Sinn?</p>
<p>Die Flugzeuge von Airbus sind bekannt für ihre sehr guten Landeeigenschaften. Sie benötigen verhältnismässig wenig Landedistanz um das Flugzeug zum stehen zu bringen. Daher ist die Landedistanz unter normalen  Bedingungen oft kein Problem. Kommt es aber zu (mehrfachen) technischen  Problemen, kann die benötigte Landedistanz sehr schnell sehr gross  werden. Kommen dann noch ein hohes Gewicht und schlechte Pistenverhältnisse (Regen, stehendes Wasser, Schnee oder Eis) hinzu, verlängern diese Faktoren die benötigte Landedistanz nicht unwesentlich.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Ein aktuelles Beispiel: Beim <a href="http://www.at.aero.de/news/Qantas-A380-nach-Explosion-an-Triebwerk-sicher-gelandet.html" target="_blank">Quantas Flug QF32</a> mit einem Airbus 380, der in Singapur einen Engine Failure (Triebwerksausfall) hatte, wurden  durch das zerstörte Triebwerk diverse andere Flugzeugsysteme in  Mitleidenschaft gezogen. Dies führte dazu, dass die ersten Rechnungen  mit dem Computer ergaben, dass der A380 unter den aktuellen Umständen  auf der 4000 Meter langen Piste (!) nicht zum stehen kommen würde,  obwohl man mit dem Ablassen von Treibstoff begonnen hatte (und zudem  Treibstoff über ein Leck verlor!).<br />
</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Was die QF-Piloten der A380 zu diesem Zwischenfall sagen, kann bei <a href="http://pilotsofswiss.wordpress.com/2011/03/14/the-value-of-pilots-airbus-qf-a380-singapore-4-11-2010/" target="_blank">Pilots of Swiss</a> angeschaut werden.<br />
</em></p>
<p><strong>Last but not least</strong></p>
<p>Irgendwann kann der Fall eintreten, wo das Kriterium &#8220;Zeitdruck&#8221; das Kriterium &#8220;Landedistanz&#8221; hinfällig macht, weil man &#8211; vereinfacht gesagt &#8211; einfach landen muss, weil es nicht mehr (lange) fliegt, sei es, weil ein Feuer nicht gelöscht werden kann, weil die verbleibenden Triebwerke zu versagen drohen oder wenn der Rauch im Cockpit die Sicht auf die Instrumente versagt usw. Bis dahin müssen die Piloten möglichst gute Voraussetzungen schaffen, damit innerhalb der noch zur Verfügung stehenden Zeit die besten Voraussetzungen für die Landung geschaffen werden.</p>
<p>DIE  richtige Lösung gibt es nie. Es müssen (oft unter Zeitruck) möglichst alle   bekannten  (und möglichen) Faktoren in die Entscheidfindung   miteinbezogen   werden, um eine Nutzen-Gefahren-Analyse zu machen.   Das ist der   Auftrag der Cockpitcrew. Dass   nach so einem   Fall alle (ernsthaften und &#8220;möchte-gern&#8221;) Experten ihr   Urteil dazu geben,   gehört (leider) dazu. Es ist eine Sache, im technisch defekten Flugzeug  unter Zeitdruck   eine Entscheidung mit diversen unbekannten  Variablen  zu treffen und   diese umzusetzen. Es ist aber eine andere  Sache, am  Boden, ohne   Zeitdruck und in Kenntnis sämtlicher (vorher  unbekannten)  Faktoren eine (vermeintlich)   &#8220;bessere&#8221; Entscheidung zu treffen. Das ist leider ein  Zeichen er  Zeit:  Nach jedem Börsencrash weiss  schliesslich auch jeder,  warum es  dazu  gekommen ist, aber niemand  wusste vorher, dass es dazu kommt&#8230;</p>
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<li><a href='http://www.airbuspilot.ch/2011/03/19/ubergewicht-teil-i-technik/' rel='bookmark' title='Übergewicht Teil I (Technik)'>Übergewicht Teil I (Technik)</a></li>
<li><a href='http://www.airbuspilot.ch/2011/07/22/get-wet-in-miami-reserve-teil-2/' rel='bookmark' title='Get wet in Miami (Reserve Teil 2)'>Get wet in Miami (Reserve Teil 2)</a></li>
<li><a href='http://www.airbuspilot.ch/2011/07/11/reserve-teil-1/' rel='bookmark' title='Reserve Teil 1'>Reserve Teil 1</a></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Übergewicht Teil I (Technik)</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Mar 2011 13:21:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>G!</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Übergewicht]]></category>
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		<category><![CDATA[Notfall]]></category>
		<category><![CDATA[Operation]]></category>
		<category><![CDATA[Overweight Landing]]></category>
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		<category><![CDATA[Technik]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230; haben nicht nur indische (und andere&#8230;) Flight Attendants, wie hier von offizieller Seite zu lesen ist, sondern sehr oft auch Flugzeuge. Von sogenanntem &#8220;overweight&#8221; spricht man, wenn das aktuelle Gewicht des Flugzeuges über dem maximalen Landegewicht ist. Die für Piloten zentralen Gewichte habe ich in diesem Beitrag beschrieben: Zero Fuel Weight (auf deutsch treffend [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	&#8230; haben nicht nur indische (und andere&#8230;) Flight Attendants, wie <a href="http://www.airbuspilot.ch/2007/06/04/korpergewicht-bei-flight-attendants/" target="_blank">hier von offizieller Seite</a> zu lesen ist, sondern sehr oft auch Flugzeuge. Von sogenanntem &#8220;overweight&#8221; spricht man, wenn das aktuelle Gewicht des Flugzeuges über dem maximalen Landegewicht ist. Die für Piloten zentralen Gewichte habe ich in <a href="http://www.airbuspilot.ch/2008/08/14/dreifach-eingeklemmt/" target="_blank">diesem Beitrag</a> beschrieben:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em><strong>Zero Fuel Weight </strong>(auf deutsch treffend aber unschön “Leertankgewicht”)<br />
Das ist das Gewicht des für den Flug bereiten Flugzeuges mit Passagieren  (und deren Gepäck), Fracht, Catering, Serviertrolleys, Wasser,  Besatzung (inkl. Gepäck), aber <strong>ohne </strong>Treibstoff.</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em><strong>Take Off Weight</strong> (“Startgewicht”)<br />
Wie der Name schon sagt, das Gewicht des Flugzeuges beim Start. Es ist  das Zero Fuel Weight plus Treibstoffgewicht minus dem beim Rollen  verbrannten Treibstoff (Taxi-Fuel).</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em><strong>Landing Weight </strong>(“Landegewicht”)<br />
Das Gewicht des Flugzeuges bei der Landung. Das Landegewicht ergibt sich  aus dem Take Off Weight minus dem seit dem Tanken verbrauchten  Treibstoff (für Hilfstriebwerk, Triebwerkstart, Rollen, Flug).</em></p>
<p>Im erwähnten Beitrag habe ich die Werte für einen Swiss A321 aufgeführt. Bei einem Swiss A340-300 (A330-300) sind diese noch einmal um einiges grösser: 181 (175) Tonnen Maximum Zero Fuel Weight, 275 (233) Tonnen Maximum Take Off Weight und 192 (187) Tonnen Maximum Landing Weight.</p>
<p>Bei Langstreckenflügen hat man sehr oft während eines grossen Teils des Fluges &#8220;overweight&#8221;. Was geschieht nun, wenn man &#8220;overweight&#8221; hat und wegen eines Notfalls landen muss? Es gibt zwei Möglichkeiten:</p>
<p><strong>1. Treibstoff ablassen (&#8220;Fuel Dumping&#8221;):</strong></p>
<p style="text-align: left;">Einige Flugzeuge haben eine technische Vorrichtung, welche das Ablassen von Treibstoff im Flug ermöglicht. So kann das aktuelle Gewicht für die bevorstehende Landung reduziert werden. Über eine solche Vorrichtung verfügt beispielsweise der Swiss Airbus 340-300 oder der A380. Abgelassen wird der Treibstoff über spezielle Ventile/Rohre am Flügel, wie auf diesem Foto von einem A340-300 zu sehen ist.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.airbuspilot.ch/wp-content/uploads/Dumping01.jpg" target="_blank"><img class="size-medium wp-image-2154  aligncenter" title="Dumping01" src="http://www.airbuspilot.ch/wp-content/uploads/Dumping01-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.airbuspilot.ch/wp-content/uploads/Dumping02.jpg" target="_blank"><img class="size-medium wp-image-2155  aligncenter" title="Dumping02" src="http://www.airbuspilot.ch/wp-content/uploads/Dumping02-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a></p>
<p>Auf jeder Seite ist ein solches Auslassventil vorhanden. Diese Öffnungen zerstäuben den Treibstoff, damit dieser &#8220;nicht&#8221; bzw. nicht in flüssiger Form auf dem Boden ankommt. Auf diesem Weg kann rund eine Tonne Treibstoff pro Minute (!) abgelassen werden. Wenn man die oben genannten Gewichte betrachtet, sieht man schnell, dass selbst diese hohe Zahl bei einem möglichen Startgewicht, das mehr als 80 Tonnen über dem maximalen Landegewicht liegt, zu relativieren ist. Darum ist auch bei einem Airbus 340-300 das nachfolgende Verfahren eine Möglichkeit, die zur Verfügung steht.</p>
<p><strong>2. Overweight Landing</strong></p>
<p>Wenn man aus Zeitgründen nicht genug Treibstoff ablassen kann, um das Maximum Landingweight zu erreichen, muss eine sogenannte &#8220;Overweight Landing&#8221; gemacht werden. Das ist auch der Fall, wenn ein Flugzeug überhaupt keine Ablass-/Dumpingvorrichtung hat. Bei Swiss können sowohl A319/320/321, als auch die A330-200/-300 <em>keinen Treibstoff</em> ablassen. Das ist aber nicht weiter problematisch, denn diese Flugzeuge können bis zum Maximum Take Off Weight landen. Dafür muss ein sogenanntes &#8220;Overweight Landing Procedure&#8221; durchgeführt werden.</p>
<p><em>Ein Hinweis: Ich schreibe von &#8220;Swiss&#8221; Airbus &#8230;, weil diese Angaben  für unsere Flugzeuge gelten. Flugzeuge können von den  Betreibergesellschaften mit einer Vielzahl Optionen in verschiedenen  Varianten bestellt werden. Darum können technische Einrichtungen je nach  Airline verschieden oder gar nicht vorhanden sein. Da mir oftmals nicht  einmal bekannt ist, welche Optionen überhaupt möglich sind, muss ich  mich (in diesen Fällen) auf Angaben zu unseren Flugzeugen beschränken.  Ein Beispiel: Der Swiss Airbus 319 hat einen &#8220;overwing exit&#8221;  (Notausstieg über dem Flügel), während zB. (z.T.) Germanwings und  easyjet zwei (wie die Swiss A320) haben!</em></p>
<p>Soviel zur Technik. Im zweiten Teil &#8220;Übergewicht&#8221; werde ich operationelle Aspekte dieser Problematik besprechen. Hier gehts zum <a href="http://www.airbuspilot.ch/2011/04/03/ubergewicht-teil-ii-operation/">zweiten Teil</a>.</p>
<p><em><br />
</em></p>
<p>Related posts:<ol>
<li><a href='http://www.airbuspilot.ch/2011/04/03/ubergewicht-teil-ii-operation/' rel='bookmark' title='Übergewicht Teil II (Operation)'>Übergewicht Teil II (Operation)</a></li>
<li><a href='http://www.airbuspilot.ch/2008/08/14/dreifach-eingeklemmt/' rel='bookmark' title='Dreifach eingeklemmt'>Dreifach eingeklemmt</a></li>
<li><a href='http://www.airbuspilot.ch/2011/07/22/get-wet-in-miami-reserve-teil-2/' rel='bookmark' title='Get wet in Miami (Reserve Teil 2)'>Get wet in Miami (Reserve Teil 2)</a></li>
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		<title>Riskmanagement</title>
		<link>http://www.airbuspilot.ch/2011/03/15/riskmanagement/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Mar 2011 21:22:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>G!</dc:creator>
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		<category><![CDATA[off/duty]]></category>
		<category><![CDATA[on the ground]]></category>
		<category><![CDATA[Crew]]></category>
		<category><![CDATA[Erdbeben]]></category>
		<category><![CDATA[Luftraumsperrung]]></category>
		<category><![CDATA[nuklearer Zwischenfall]]></category>
		<category><![CDATA[Terroranschläge]]></category>
		<category><![CDATA[Tsunami]]></category>

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		<description><![CDATA[22. April 2001 Dreizehn tschetschenische Geiselnehmer halten zwölf Stunden lang 120 Leute im Swissotel in Istanbul als Geiseln in ihrer Gewalt, darunter eine Swissair-Crew. Die Geiselnahme wurde unblutig beendet. 7. Juli 2005 Vier Bomben explodieren in verschiedenen U-Bahnlinien und einem Bus in London. 56 Menschen sterben. 26. November 2008 In Mumbai (bis 1995 Bombay) kam [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<strong>22. April 2001</strong></p>
<p>Dreizehn tschetschenische Geiselnehmer halten zwölf Stunden lang 120 Leute im Swissotel in <em>Istanbul </em>als Geiseln in ihrer Gewalt, darunter eine <em>Swissair-Crew</em>. Die Geiselnahme wurde unblutig beendet.</p>
<p><strong>7. Juli 2005</strong></p>
<p>Vier Bomben explodieren in verschiedenen U-Bahnlinien und einem Bus in <em>London</em>. 56 Menschen sterben.</p>
<p><strong>26. November 2008</strong></p>
<p>In <em>Mumbai </em>(bis 1995 Bombay) kam es zu einer Serie blutiger Anschläge in deren Folge über hundert Menschen den Tod fanden. Zwei Hotels wurden von den Terroristen besetzt und Gäste, darunter eine <em>Airline-Crew</em>, als Geiseln genommen.</p>
<p><strong>Dezember 2008</strong></p>
<p>Innert kurzer Zeit gab es in <em>Athen </em>mehrere Generalstreiks. Andere, kleinere Streiks &#8211; von <a href="http://www.airbuspilot.ch/2008/11/03/odyssee/" target="_blank">einem</a> habe ich  berichtet &#8211; zogen nur den Flughafen Athen in Mitleidenschaft. Seit dem <strong>7. Dezember 2008</strong> gab es in der Innenstadt von Athen und anderen griechischen Städten wie Thessaloniki schwere Kravalle und gewalttätige Zusammenstösse zwischen der Polizei und Demonstranten. Ein 15-jähriger Junge starb, Banken, Geschäfte und Autos wurden verwüstet, geplündert und in Brand gesteckt. Die Aufstände dauerten mehrere Monate.</p>
<p>Am <strong>16. Dezember 2008</strong> wurden in einem Kaufhaus in <em>Paris </em>fünf Bomben ohne Zünder entdeckt. An diesem morgen wachte ich Paris auf &#8211; in sicherer Distanz vom Geschehen.</p>
<p><strong>29. März 2010</strong></p>
<p>Zwei Sprengsätze explodieren in Stationen der U-Bahn von <em>Moskau</em>. 40 Menschen sterben.</p>
<p><strong>Januar/Februar 2011</strong></p>
<p>In <em>Kairo </em>kommt es im Zuge diverser Aufstände in Nordafrika zu blutigen Unruhen. In dieser Zeit fliege ich dreimal CAI an.</p>
<p><strong>März 2011</strong></p>
<p>In <em>Japan </em>kommt es zum grössten Erdbeben der japanischen Geschichte. Ein Tsunami bildet sich und reisst ganze Städte mit sich. Reaktoren werden beschädigt, die Situation bleibt im Hinblick auf mögliche Verstrahlungen unklar und kritisch. Seither <a href="http://earthquake.usgs.gov/earthquakes/recenteqsww/Maps/region/Asia_eqs.php" target="_blank">bebt die Erde in der Region Japans täglich mehrmals</a>. Die sich in Tokio befindenden Swiss Crews konnten unbeschadet in die Heimat zurückkehren. In der Zwischenzeit fliegt Swiss NRT (noch) im Turnaround (die Crew verlässt das Flugzeug nicht) ab HKG an. Mein Flug nach Tokio Narita wird abgesagt, ich bekomme Standby-Dienst zugewiesen. Soeben wurde eine <a href="http://www.flightglobal.com/articles/2011/03/15/354389/nuclear-emergency-warning-issued-for-10-airspace-regions.html" target="_blank">nukleare Warnung für mehrere Flugräume</a> erlassen. &#8230;</p>
<p><strong>Immer</strong></p>
<p>Eine kleine und sehr unvollständige Auswahl. In den genannten Beispielen waren Orte involviert, die Swiss anfliegt und in denen (ausser CAI) wir Nightstops haben. Ich war (damals bei Swissair) mehrmals im Swissotel, fuhr schon diverse Male U-Bahn in London und Moskau, war shoppen in Paris und in der Athener Altstadt. Auch in Mumbai war ich inzwischen mehrmals, in NRT letzten Monat und theoretisch auch ab morgen.</p>
<p>Als Airline-Crew sind wir in den Brennpunkten der Welt unterwegs. Damit verbunden ist auch ein erhöhtes Risiko. Immerhin kamen &#8211; auch jüngst in NRT &#8211; keine Swiss-Crewmember zu Schaden. Hoffen wir, dass es auch weiterhin so bleibt. Beim nächsten Nightstop werde ich mir die Vorgaben und Empfehlungen unserer Security-Abteilung noch mehr verinnerlichen  &#8230;</p>
<p>Related posts:<ol>
<li><a href='http://www.airbuspilot.ch/2008/08/25/harte-zeiten-zum-uberleben/' rel='bookmark' title='Harte Zeiten zum Überleben'>Harte Zeiten zum Überleben</a></li>
<li><a href='http://www.airbuspilot.ch/2010/04/11/klarstellung-journalistische-inkompetenz-iv/' rel='bookmark' title='Klarstellung (Journalistische Inkompetenz IV)'>Klarstellung (Journalistische Inkompetenz IV)</a></li>
<li><a href='http://www.airbuspilot.ch/2007/08/09/mad-iii-die-andere-seite/' rel='bookmark' title='MAD III: Die andere Seite'>MAD III: Die andere Seite</a></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
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